Claudius Ptolemäus

Das geozentrische Universum

Der Grieche Claudius Ptolelmäus lebte im 2. Jahrhundert nach Christus. Er glaubte an ein geozentrisches Universum, mit der Erde als stillstehenden Mittelpunkt. Alle Himmelskörper und Planeten bewegen sich im Universum um die Erde herum. Nur die Erde selbst, als Zentrum des Universums, steht still.

Nach Ptolemäus fallen, und dies hatte auch schon Aristotoles versichert, alle Himmerlskörper zur Erde - zum Mittelpunkt des Universums. Auch alle fallende Gegenstände stürzen zum Mittelpunkt der Erde. Jede Tasse, die uns herunterfällt, bewegt sich zwangsläufig immer in die selbe Richtung - nach unten. Also muss die Erde der Mittelpunkt des Universums sein, sonst würde eine fallende Tasse nach oben, geradeaus - jedenfalls immer zum Mittelpunkt - fallen.

Würde sich die Erde zusätzlich drehen, müßte ein fallender Gegenstand, den man senkrecht hochwirft, an einer anderen Stelle zu Boden fallen. Nach unserer täglichen Beobachtung fällt jedoch eine Tasse, die wir senkrecht nach oben werfen, genau an der selben Stelle wieder auf den Boden. Aus dieser Beobachtung schloss Ptolemäus, dass die Erde still steht.

Diese Idee der Universum wurde im Mittelalter zum unumstößlichen Weltbild.

Die Planeten bewegen sich nach Ptolemäus kreisförmig durch den Himmel und er entwickelte ein System der Epizykel (Kreisbahn des Planeten) und Deferenten (kreisförmige Umlaufbahn um die Erde, welches sehr komplex darlegt, dass die beschriebene Kreisbewegung trotz entgegengesetzter Beobachtungen richtig ist.

Das geozentrische Universum

Das Universum nach Ptolemäus:

Das Universum nach Ptolemäus prägte das Weltbild des MIttelalters. Es ist ein geozentrisches Universum dessen Mittelpunkt die Erde bildet. Die Erde steht absolut still. Alle Himmelskörper bewegen sich kreisförmig und fallen ins Zentrum des Universums.

Die Sterne im Universum von Ptolemäus

Ptolemäus ging davon aus, dass die Sterne an einer riesigen Kristallkugel befestigt sind. Das Universum besteht aus mehreren Schichten dieser Sphären und die letzte Sphäre, die "primum mobile" stellt die Antriebskraft für alle anderen Sphären bereit.

Der Mensch als Mittelpunkt der Schöpfung, in einem Universum in dem die Erde der Mittelpunkt ist. Diese Vorstellung stimmte im Mittelalter mit dem Glauben, der Kirche und der heiligen Schrift komplett überein. Die Kirche weigerte sich andere Ansätze zu akzeptieren. Für mehr als dreizehn Jahrhunderte schaffte sie es, jeglichen Fortschritt bei der Untersuchung über die Beschaffenheit unserer Welt zu verbannen.

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